Neumitgliederempfang der Grünen in Offenburg

Am vergangenen Samstagvormittag kamen zahlreiche Neumitglieder der Ortenauer Grünen auf Einladung des Kreisverbands zu einem gemeinsamen Frühstück mit Fraktionsangehörigen des Landtags, des Kreistags und aus den Fraktionen der verschiedenen Städte und Gemeinden aus der Ortenau zusammen. Auch viele der bereits langjährig engagierten Grünen beteiligten sich gerne am intensiven Meinungsaustausch im Grünen Zentrum in der Offenburger Metzgerstraße. Der Kreisvorsitzende Alfred Baum konnte acht von 35 im vergangenen Jahr neu eingetretene Mitglieder persönlich begrüßen. Erfreulicherweise sind auch viele verschiedene Generationen bei den neuen Grünen vertreten, denn die Altersspanne reicht von gerade mal achtzehn Lebensjahren bis in die Mittsiebziger hinein. Neben den landes- und kreispolitischen Schwerpunkten, wo die bisherige Regierungsarbeit mit der CDU und die zahlreich bevorstehenden Bürgermeisterwahlen in der Ortenau eine bestimmende Rolle einnahmen, waren auf bundespolitscher Ebene der Wahlkampf, die aktuellen Differenzen mit der türkischen Regierung und die Asylpolitik die herausragenden Diskussionsthemen. Einige der Anwesenden konnten aus eigenen Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe berichten und ausnahmslos alle Mitglieder sprachen sich gegen die aktuelle Abschiebepraxis der Bundesregierung mit abgelehnten afghanischen Asylsuchenden ab. Der Offenburger Landtagsabgeordnete Thomas Marwein wurde aufgefordert, der Landesregierung unter Winfried Kretschmann das eindeutige Meinungsbild im Ortenauer Kreisverband darzustellen, dass man Afghanistan keinesfalls als sicheres Rückführungsland einstufen könne. Norbert Großklaus, Bundestagskandidat der Grünen für die Ortenau, bezeichnete entsprechende Abschiebungen in einem kurzen Statement als unmenschliche Symbolpolitik, die im grasen Wiederspruch zum Grundgesetz stünde, da sie mitunter zu lebensbedrohlichen Situationen für die Betroffenen führen könne. Im bereits angelaufenen Bundestagswahlkampf wird die Frage des Umgangs mit Flüchtlingen und die damit in unmittelbarem Zusammenhang stehende Gerechtigkeitsdebatte eine entscheidende Rolle einnehmen und die Grünen müssen hier ein spürbares Gegengewicht zu den wachsenden nationalen Strömungen auch in Deutschland bilden. Die immer größer werdenden Herausforderungen der weltweiten Flüchtlingskrisen verursacht durch Kriege Armut und Hungersnot können nur auf EU-Ebene und im Konsens mit anderen demokratischen Staaten weltweit angegangen werden, eine rigorose Abschottung oder unzureichende Hilfestellung für Länder in großer Not wird zu noch schlimmeren Entwicklungen führen, so die einhellige Meinung der Ortenauer Grünen.

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