Maren Seifert und Berat Gürbüz greifen Anliegen der Jugendfeuerwehr auf – Nachwuchsarbeit der Feuerwehren stärken

Pressemitteilung

Offenburg – Wie kann es gelingen, noch mehr Kinder frühzeitig für die Feuerwehr zu begeistern und damit langfristig den Nachwuchs für die Einsatzabteilungen zu sichern? Mit dieser Frage haben sich die Grünen Landtagsabgeordneten Maren Seifert MdL und Berat Gürbüz MdL bei ihrem Besuch des Landeszeltlagers der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Waldenburg auseinandergesetzt, das in der vergangenen Woche zu Ende ging. Ein zentrales Anliegen, das die Jugendfeuerwehr dabei an die beiden Abgeordneten herangetragen hat, ist der Ausbau der Kindergruppen.

Seifert ist Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion für Bevölkerungsschutz, Gürbüz Sprecher für Arbeit und Jugend.

„Die Jugendfeuerwehr hat uns sehr konkret geschildert, welche Chancen sie im weiteren Ausbau der Kindergruppen sieht. Wir nehmen dieses Anliegen sehr ernst und wollen prüfen, welche Unterstützung das Land hier leisten kann. Gerade bei der Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren lohnt es sich, genau hinzuschauen und gemeinsam nach guten Lösungen zu suchen“, sagt Maren Seifert.

Die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg zählt derzeit 41.010 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren. Im Land gibt es mehr als 1.000 Jugendfeuerwehren mit 419 Kindergruppen. Im vergangenen Jahr konnten knapp 2.000 Jugendliche in die aktive Feuerwehr übernommen werden. Rund 13.900 erwachsene Betreuerinnen und Betreuer engagieren sich in der Jugendfeuerwehr.

Nach Einschätzung der Jugendfeuerwehr bietet der Ausbau der Kindergruppen die Möglichkeit, Kinder bereits früher mit der Feuerwehr in Kontakt zu bringen und eine langfristige Bindung aufzubauen. Dadurch soll perspektivisch auch die Zahl der Jugendlichen steigen, die später in die aktive Feuerwehr wechseln.

„Die Idee und der Wunsch nach einem weiteren Ausbau der Kindergruppen kommen von der Jugendfeuerwehr selbst. Wir finden es richtig, dieses Anliegen aufzugreifen und sorgfältig zu prüfen“, erklärt Berat Gürbüz. „Denn die Zahlen zeigen: Die Jugendfeuerwehr leistet bereits heute einen enormen Beitrag dazu, junge Menschen für Engagement, Verantwortung und letztlich auch für den aktiven Feuerwehrdienst zu gewinnen.“

Für den Aufbau einer Kindergruppe hat die Jugendfeuerwehr einen einmaligen Finanzierungsbedarf von rund 2.000 Euro benannt. Damit könnten unter anderem pädagogische Qualifizierungen für Betreuungskräfte, Spielmaterialien und eine kindgerechte Ausstattung finanziert werden.

„Wir können heute keine finanziellen Zusagen machen. Aber wir können zuhören, die Argumente prüfen und uns damit auseinandersetzen. Genau das haben wir der Jugendfeuerwehr zugesagt“, so Seifert. „Wenn eine vergleichsweise überschaubare Unterstützung dazu beitragen kann, mehr Kinder für die Feuerwehr zu gewinnen und damit langfristig den Nachwuchs zu sichern, sollten wir uns sehr genau anschauen, ob und wie das Land hier einen Beitrag leisten kann.“

Für Seifert und Gürbüz ist dabei entscheidend, die Jugendfeuerwehr nicht nur als Nachwuchsorganisation der Feuerwehren, sondern auch als wertvolle Jugendarbeit zu betrachten. Teamgeist, Verantwortungsübernahme, Selbstständigkeit und Gemeinschaft würden jungen Menschen wichtige Erfahrungen vermitteln.

Der Besuch des Landeszeltlagers mit rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 20 Gruppen bot den beiden Abgeordneten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von dieser Arbeit zu machen. Begleitet wurden sie von Landesjugendleiter Timo Kraft, Lagerleiter Tim Zartmann und Oliver Semmler aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Auch eine Jugendfeuerwehrgruppe aus dem belgischen Brügge nahm am Zeltlager teil.

„Unser Besuch war für uns vor allem eine Gelegenheit, zuzuhören und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Wir nehmen die angesprochenen Themen jetzt mit in unsere parlamentarische Arbeit. Denn klar ist: Eine starke Feuerwehr braucht auch eine starke Jugendfeuerwehr“, erklären Seifert und Gürbüz gemeinsam.

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Bild (v.li.n.r.): Oliver Semmler, Berat Gürbüz MdL, Maren Seifert MdL, Timo Wolf, Tim Zartmann

© Büro Maren Seifert MdL

 

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