Mehr Güter auf das Binnenschiff 11. Dezember 202412. Dezember 2024 Pressemitteilung Die Grünen Verkehrspolitiker der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen waren sich bei dem traditionellen „Südschienetreffen“ in Wiesbaden im November einig, was den dringend notwendigen Ausbau der Neckarschleusen für 135-Meter-Schiffe betrifft. Sie fordern Verkehrsminister Wissing auf, die Umsetzung der Maßnahmen sofort anzugehen und die notwendigen Mittel bereitzustellen. „Die Transportleistung der Binnenschifffahrt auf dem Neckar muss erheblich steigen. Eine Rückverlagerung auf die Schiene scheidet aus Kapazitätsgründen aus. Eine Rückverlagerung auf die Straße scheidet, zusätzlich zum Stau auf unseren Straßen, aus Umwelt- und Klimaschutzgründen ebenso aus. Die Binnenschiffe sind unsere umweltfreundlichsten Gütertransportmittel. Und der Neckar hat Kapazitäten, die mit dem Ausbau der Schleusen für 135-Meter-Schiffe freigesetzt werden können“ so Thomas Marwein, Landtagsabgeordneter aus Baden-Württemberg und zuständig für die Binnenschifffahrt. Das Binnenschiff ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel für den Gütertransport. Es spielt eine nicht unwesentliche Rolle im deutschen Güterverkehr und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Entlastung der Straßen- und Schienennetze. Mit einem Transportvolumen von rund 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist es ein wesentlicher Bestandteil der Logistikkette in Deutschland. Circa 75 Prozent aller Großstädte in Deutschland verfügen über Wasserstraßenanschlüsse. Binnenländer wie Baden-Württemberg und Hessen sind für Im- und Export von Waren und Rohstoffen auf den Zugang zum Meer über Wasserstraßen dringend angewiesen. Neben dem Ausbau der Neckarschleusen war die Abladeoptimierung auf dem Mittelrhein weiteres Thema. Besonders der Rhein als Hauptschlagader des europäischen Binnenverkehrs ist für den Transport von Massengütern von großer Bedeutung. Der Mittelrhein ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen in Europa. Niedrige Wasserstände oder unzureichende Fahrrinnen führen jedoch immer wieder zu Einschränkungen bei der Beladung der Schiffe. Durch die Vertiefung der Fahrrinnen ist es möglich, die Schiffe bei Niedrigwasser mehr zu beladen und somit größere Gütermengen zu transportieren. Die Maßnahme umfasst die punktuelle Vertiefung kritischer Abschnitte zwischen St. Goar und Mainz. Eine stärkere Auslastung der Schiffe bedeutet einen geringeren Energieverbrauch pro transportierte Tonne und unterstützt somit die umweltfreundlichen Ziele im Verkehrssektor. „Wir unterstützen die Abladeoptimierung durch die Vertiefung der Fahrrinnen auf dem Mittelrhein grundsätzlich, wobei ökologische Belange mitgedacht werden müssen“ so Thomas Marwein, Fraktion Grüne im Landtag von Baden-Württemberg und Katy Walther, Fraktion Grüne im Hessischen Landtag. Und weiter: „Die Maßnahmen bringen der Umwelt mehr, als dass sie Schaden anrichten“. Teilen mit:Klick, um über Twitter zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet)Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Ähnliche Beiträge