Alexander Schoch MdL zu Besuch beim 27. Digitalen Stammtisch

Bei unserem 27. Digitalen Stammtisch durften wir Alexander Schoch MdL willkommen heißen, der einen Impulsvortrag zum Thema „Bio-Musterregion“ hielt.

In Baden-Württemberg gibt es neun Bio-Musterregionen. Der Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Emmendingen ging auf die Anfang 2020 „eröffnete“ Bio-Musterregion Freiburg genauer ein, zu der neben der Stadt Freiburg auch die ländlich geprägten Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald zählen. Die Stadt-Land-Beziehung sei eine Besonderheit dieser Bio-Musterregion.

Es gehe darum, den Bioanteil in der Landwirtschaft zu vergrößern. Die Nachfrage sei inzwischen höher als das, was regional produziert werde. Hierbei seien Handel und Verbraucher gefordert und Landwirte müssten von der Umstellung auf Bio überzeugt werden. Handel, Landwirte und verarbeitende Betriebe arbeiteten eng zusammen. Es gebe Abnahmegarantien und es werde eine Wertschöpfungskette aufgebaut.

In Freiburg stünde die „außer Haus Verpflegung“ im Vordergrund, beispielsweise Krankenhauskantinen. Alexander Schoch würde es begrüßen, wenn Unternehmen folgen und auch auf mehr Regionalität und Bio setzen würden.

Da es in Zukunft einen anderen Umgang mit Wasser braucht, verwies Alexander auch darauf, dass für die Landwirtschaft und Bio-Musterregionen ein Sprecher für Ressourceneffizienz wichtig ist. Der Boden müsse unter dem Aspekt Ressourcenschonung betrachtet und die Wasserversorgung sichergestellt werden.

Eine Chance sieht der Landtagsabgeordnete, für den der Begriff der Nachhaltigkeit im Zentrum seines politischen Handelns steht, im Biodiversitätsstärkungsgesetz (BiodivStärkG). Entstanden ist dieses aus dem Volksbegehren „Artenschutz – Rettet die Bienen“, das im Februar 2019 veröffentlicht wurde. Bisher liege der Ökolandbau in BaWü bei 9-14 %, weshalb das Ziel, bis 2030 auf 30-40 % zu kommen, sehr ambitioniert sei. Bio-Musterregionen sieht Alexander Schoch als Vorreiter, um dieses Ziel erreichen zu können.

Für das Jahr 2020 wurde vom Land Baden-Württemberg eine weitere Bewerberrunde ausgelobt, woraus die Initiative Biomusterregion Mittelbaden hervorgegangen ist. Auf die Frage, wie er die Chancen für diese Initiative einschätze, antwortete Alexander, dass ein gutes Konzept das A und O sei (Infos unter https://bioregion-mittelbaden.de).

Auch auf übernationale Regionalität kam man im Laufe des Abends noch zu sprechen. Alexander zufolge könnte den Bio-Musterregionen später eine Weiterentwicklung folgen und somit z.B. eine regionale Zusammenarbeit zwischen der Ortenau und dem Elsass aufgebaut werden.

Abschließend wurde festgehalten, dass das derzeitige Verhältnis zwischen Verbraucher, Handel und Produzent hinterfragt und neu aufgestellt werden müsse. Bio-Musterregionen seien ein Weg dorthin.

 

Wir bedanken uns bei Alexander Schoch für seinen Besuch beim 27. Digitalen Stammtisch.

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