Der Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion, Andreas Schwarz, und der Landtagsabgeordnete Thomas Marwein besuchen die Hochschule Offenburg

Pressemitteilung

Schwarz und Marwein tauschen sich mit Rektor Stephan Trahasch zum Thema Fachkräfte aus und informieren sich im RIZ Energie über Forschung und Innovationen.  

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Thomas Marwein aus dem Wahlkreis Offenburg besuchte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz die Ortenau.

In der Hochschule Offenburg wurden die beiden Landespolitiker von Rektor Stephan Trahasch empfangen, der seit einem Jahr auch Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg (HAW BW e.V.) ist. Marwein steht schon seit vielen Jahren in engem Austausch mit der Hochschule und ist seit 2011 in deren Kuratorium.

Trahasch stellte dem Fraktionsvorsitzenden die Hochschule und deren Besonderheiten vor: In der 60-jährigen Geschichte ist die Einrichtung stark gewachsen und hat sich stetig weiterentwickelt. So sind in den vergangenen Jahren neue Studiengänge hinzugekommen, etwa Angewandte Künstliche Intelligenz, Virtuelle Welten und Game Technologies sowie Wirtschaftspsychologie. Zum kommenden Wintersemester startet der neue Studiengang Digital Health, im nächsten Jahr voraussichtlich Digital Public Management Consulting. Mit den neuen Studienangeboten bedient die Hochschule Offenburg die steigende Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften in wachstumsstarken Zukunftsbranchen. Auch die Absolventinnen und Absolventen klassischer ingenieurswissenschaftlicher Studiengänge wie Maschinenbau, Elektrotechnik oder Mechatronik werden von der mittelständischen Wirtschaft am Südlichen Oberrhein mit Vorliebe eingestellt. Selbst führenden Unternehmen fehle es an Mitarbeitenden, ausgebildete Bachelorabsolventen umwerbe man mit hohen Einstiegsgehältern, sagte Trahasch. Zwar sind im landesweiten Trend die Studierendenzahlen im MINT-nahen Bereich in den vergangenen beiden Jahren nach vorherigen Rückgängen wieder gestiegen. Doch der anhaltend hohe Fachkräftebedarf könnte deutlich mehr Studierenden hervorragende Berufsperspektiven bieten.

„Die Technische Bildung muss frühzeitig beginnen“, so der Rektor der Hochschule. „Schon ein spielerischer Zugang in der (Grund-)Schule wäre wichtig, beispielsweise durch das Angebot einer Technik-AG.“ Um das zu erreichen, sei ein engerer Schulterschluss zwischen Kultus-, Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium unabdingbar. Schwarz versicherte „Unsere Ziele im Bereich Ausbildung und Studium sind: früh Orientierung geben, Bedürfnisse identifizieren und Übergänge von Schule bis zum Job nahtlos begleiten. Denn gut ausgebildete Arbeitskräfte sind das Fundament, um den Wohlstand Baden-Württembergs zu sichern und unsere Wirtschaft für die Bedürfnisse von morgen umzubauen.“

Im April dieses Jahres verkündeten die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen, dass sie die Gebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten in Baden-Württemberg abschaffen wollen. Trahasch begrüßte diesen Vorstoß und betonte, dass die Hochschulen im Land dringend auf die Umsetzung warteten. „Das ist Teil der Fachkräftestrategie, mit der wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken wollen“, so der Grünen-Fraktionschef Schwarz. „Es ist wichtig, ausländische Fachkräfte zu gewinnen und auch im Land zu halten. Aber gleichzeitig müssen wir auch über die Finanzierung des Vorhabens sprechen. Die Qualität von Studium und Lehre gilt es zu erhalten.“

Besonders große Bedeutung hat in Offenburg die Trinationalität. Ein Beispiel aus dem Hochschulalltag ist das seit 25 Jahren ausgerichtete Filmfestival SHORTS. An vier Festivaltagen werden die Filme von jungen Filmemacherinnen und Filmemachern der Film-, Kunst- und Medienhochschulen der Schweiz, Frankreich und Deutschland präsentiert. Im Zentrum von Südbaden, Elsass und der Nord-Schweiz gelegen, befördern die SHORTS grenzüberschreitende Kontakte und Produktionen in der Region Oberrhein.

Ein weiteres zentrales Gesprächsthema stellten die laufenden Verhandlungen zur Hochschulfinanzierungsnachfolgevereinbarung dar.

Im Anschluss an den Austausch erhielten die beiden Landtagsabgeordneten noch eine Führung durch das Regionale Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) der Hochschule Offenburg, das die Themen Energie/Umwelt und Digitalisierung verbindet. Dort stellten Mitarbeiter*innen den beiden Politikern aktuelle Forschungsthemen und Projekte vor.

Von der innovativen Ideenvielfalt der Hochschule Offenburg zeigten sich beide Landespolitiker beeindruckt. „Im RIZ wird ausprobiert und geforscht.“, hielt der Fraktionsvorsitzende Schwarz fest. „Das ist vorbildlich und es dürfte mehr solcher Einrichtungen und Angebote geben.“

———–

Bild: Landtagsabgeordneter Thomas Marwein, Grünen-Fraktionsvorsitzender Andreas Schwarz und Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch (in der Bildmitte v.l.n.r.) im Austausch mit Mitarbeiter*innen des RIZ Energie der Hochschule Offenburg

© Wahlkreisbüro Thomas Marwein MdL

 

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.