Grüne Fraktionen treffen sich in Gengenbach

Pressemitteilung

Am Dienstagabend fand erstmals eine gemeinsame öffentliche Sitzung der Grünen Liste des Gengenbacher Gemeinderats und der Grünen Kreistagsfraktion statt.

Gleich beim ersten Punkt der umfangreichen Tagesordnung, der Nachnutzung des ehemaligen Klinikgeländes, zeigten sich unterschiedliche Sichtweisen zwischen den Ratsmitgliedern der Stadt im vorderen Kinzigtal und den Abgeordneten des Ortenauer Kreistags.

Kreistagsmitglied Maren Seifert stellte in ihren Ausführungen die positive Entwicklung des Gesundheitscampus auf dem ehemaligen Klinikgelände in den Mittelpunkt. Die Ansiedlung der verschiedenen Einrichtungen und Abteilungen, wie dem Gesundheitsamt, der Rettungswache, der Verwaltung des MVZ Ortenau, dem Pflegeheim „Haus Martin“ und der noch im Bau befindlichen Integrierten Leitstelle war unter anderem auch eine Folge des beharrlichen Widerstands gegen entsprechende Neubauten direkt neben dem bestehenden Landratsamt in Offenburg, dem große Platanen zum Opfer fallen sollten. Dies wurde von Vertreterinnen Gengenbachs zwar ebenfalls gelobt, Kritik gab es jedoch von deren Seite an den noch leerstehenden Praxisräumen in den neuen Gebäuden. Der zukünftige Bedarf an Praxen für Allgemeinmedizin und Fachärzte, wie etwa eines Hautarztes sei weiterhin akut und bei den hohen Mietpreisen der Räumlichkeiten nur schwer zu decken. Im dafür zuständigen Aufsichtsrat des MVZ will man seitens der Kreistagsabgeordneten entsprechend nachhaken.

Ein weiteres Thema, das den anwesenden Gengenbachern am Herzen lag, war die geplante Renaturierung der Kinzig. Hier dränge man nicht zuletzt auch wegen eines verbesserten Hochwasserschutzes auf die umfangreichere der beiden im Raum stehenden Varianten, die eine Länge von ca. 2 km betrifft. Für diese Lösung bedarf es jedoch einer größeren Bereitschaft zur Flächenabgabe sowohl von der Stadt und dem Land als auch den anliegenden Landwirten.

Eine Diskussionsrunde zu den Punkten Wolf und Biber im Schwarzwald wurde gleich zu Beginn von engagierten Vertretern des Naturschutzes sehr emotional mit der Forderung auf einen Verzicht auf die Tötung der Tiere eingeleitet. Nach dem fachlichen und sachlichen Austausch der Argumente für und wider einer Abschussgenehmigung verständigte man sich zum Ende hin jedoch auf den von der Landesregierung eingeschlagenen Weg, der den Abschuss als aller letztes Mittel vorsieht, um Schlimmeres zu verhindern und die Förderung von Aufklärungskampagnen für Forst- und Landwirte, sowie Hundebesitzer und Touristen, um ein zukünftiges Mit- und Nebeneinander im Schwarzwald besser zu organisieren.

Maren Seifert, die auch Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis Offenburg ist, lobte am Ende der Sitzung das neu gewählte Format einer gemeinsamen öffentlichen Fraktionssitzung mit Vertreterinnen aus Stadt und Landkreis und stellte vergleichbare Treffen in weiteren Städten und Gemeinden der Ortenau in Aussicht.

 

Artikel kommentieren

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Entnimm Weiteres bitte der Datenschutzerklärung.