Landtagsabgeordneter Thomas Marwein und Landtagskandidatin zu Besuch in der Winkelwald-Klinik

Landtagsabgeordneter Thomas Marwein und Landtagskandidatin auf Kliniktour in Nordrach

Nach der Franz-Alexander-Klinik haben der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Marwein und Landtagskandidatin Maren Seifert nun auch die Winkelwaldklinik, eine onkologische und geriatrische Rehaklinik, in Nordrach besucht. Für Thomas Marwein war dies gleichzeitig auch der Abschiedsbesuch als Landtagsabgeordneter in Nordrach, da er bei den Landtagswahlen am 8. März nicht mehr antreten wrid.

Beim Gespräch mit dem Chefarzt für Onkologie, Dr. Joachim Luyken, dem Chefarzt für Geriatrie, Dr. Bastian Mizera, Geschäftsführerin Lehmann-Isenmann, den Klinikleitungen Stefanie Münchbach und Nico Lehmann sowie Pflegedienstleiterin Nadja Jung wurde deutlich, dass auch die Rehakliniken vor großen Herausforderungen stehen. Auch wirtschaftlichen: Auch wirtschaftlichen: Es werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht immer die benötigten Tagespflegesätze erstattet, wie sie z.B. auch die geriatrische Fachgesellschaft als angemessen ansieht.

Dr. Mizera betonte die Wichtigkeit der Prävention, die Verhinderung von Pflegebedürftigkeit oder zumindest ihre zeitliche Verzögerung: „Hierbei leistet die Winkelwaldklinik wertvolle Arbeit – fast alle Patienten und Patientinnen entlässt die Rehaklinik nach Hause!“ Im Bereich der Onkologie werden in Nordrach laut Dr. Luyken auch viele junge Menschen, besonders Frauen mit Brusttumoren, behandelt. „Dies liegt daran, dass in der Winkelwaldklinik auch Kinder mitaufgenommen werden, die ihre Mütter begleiten dürfen“ so Dr. Luyken.

Der Fachkräftemangel treibt besonders Nadja Jung um: „Krankenpflegekräfte und Altenpfleger und Altenpflegerinnen sind schwer zu finden, aktuell  sind drei Stellen nicht besetzt“. Die Klinik behilft sich teilweise mit teuren Honorarkräften über Leiharbeit, die aber über die Vergütungssätze nicht voll refinanziert werden. Sie akquiriert daher auch selbst im Ausland z.B. auf den Philippinen und in Rumänien, wünscht sich aber eine Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens und der Aufenthaltserlaubnisse. Der große Wunsch aller ist, dass Rehkliniken selbst ausbilden und so besser ihren Bedarf an Fachkräften decken können.

Bettina Lehmann-Isenmann sieht auch bei Ergo- und Physiotherapeuten einen großen Mangel und führt diesen u.a. darauf zurück, dass diese ihre Ausbildung meist selbst finanzieren müssen. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Landtagskandidatin Maren Seifert betont: „Als Verwaltungsrätin des Ortenauklinikums weiß ich, wo die Kliniken der Schuh drückt. Auch im Landtag werde ich mich sehr gerne für eine gute stationäre Gesundheitsversorgung auch auf dem Land einsetzen!“

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