Pressemitteilung
(Rust) Sandra Boser MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg und Abgeordnete im Wahlkreis Lahr, besuchte am Mittwoch, den 29.07.2026, die Gemeinde Rust, um sich mit Bürgermeister Dr. Kai-Achim Klare über die aktuellen Herausforderungen und zukunftsweisenden Projekte der Gemeinde auszutauschen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Themen Stromnetzinfrastruktur, Bürokratieabbau, nachhaltige Mobilität sowie die Orts- und Quartiersentwicklung.
Bürgermeister Klare zeigte sich mit der Entwicklung der Gemeinde positiv. Jedoch machte er auf den Ausbau der Energieinfrastruktur aufmerksam. Angesichts steigender Anforderungen durch die Energiewende diskutierten Boser und Klare über die Netzausbaukapazitäten der Region und der Gemeinde. Während Kommunen, Gewerbetreibende und Bürgerinnen und Bürger bereitstehen, um in Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen und erneuerbare Energien zu investieren, erweisen sich die regionalen Stromnetze zunehmend als Nadelöhr. Bürgermeister Klare warnte vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der anhaltenden Netzengpässe. „Die Anforderungen haben sich durch die fortschreitende Elektrifizierung vervielfacht“, so Boser. Klare wünsche sich, dass sich dieser Netzkonflikt schnell löse, denn eine verlässliche Stromversorgung sei ein entscheidender Standortfaktor für die Ansiedlung und den Erhalt von Unternehmen. Abgeordnete Boser verwies auf die Maßnahmen, die auf Landesebene bereits in der Umsetzung seien, zeigte aber auch die unterschiedlichen Zuständigkeiten auf.
Eng damit verknüpft sei auch das Thema nachhaltige Mobilität. „Wir müssen bei der Mobilität weiter nach alternativen Wegen schauen“, so Klare. Rust als bedeutender Tourismus- und Wirtschaftsstandort setze verstärkt auf den Ausbau des ÖPNV, so finanziere die Gemeinde auch Fahrten mittels eines E-Busses. Landtagsabgeordnete Boser teilte mit, dass es wichtig sei im Bereich vernetzte Mobilität noch besser zu werden. So fördere das Land E-Busse und auch sogenannte Bürgerbusse, auch Carsharing im Ländlichen Raum sollte als Idee mitgedacht werden, um den Individualverkehr nachhaltig zu entlasten, so Boser.
Zum Dauerbrennerthema Bürokratieabbau informierte Sandra Boser MdL, dass mit dem neuen Effizienzgesetz alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten im Landesrecht zum 31.12 2027 auslaufen würden. Nur das, auf dass das Land keinen direkten Einfluss habe, wie Europa- oder Bundesrecht, bleibe. Der Spieß werde umgedreht. Es müsse nicht mehr begründet werden, warum eine Pflicht entfalle, sondern warum diese weiterhin notwendig sei, so Boser.
Anschließend stand noch die gemeinsame Besichtigung der Baustelle des gemeinschaftlichen Projekts des Europa-Parks und der Gemeinde Rust dem „Mitarbeiterhaus Wohnen 60+“ im Ellenweg an. Nach der erfolgreichen Grundsteinlegung entsteht im Osten der Ortschaft eine moderne Anlage, die sowohl Seniorinnen und Senioren als auch Beschäftigten des Europa-Parks ein neues Zuhause bieten werde. In dem neuen Gebäudekomplex entstehen insgesamt 65 moderne Wohneinheiten, die Platz für rund 77 Bewohnerinnen und Bewohner bieten. Das Herzstück der Anlage aus Sicht der Gemeinde sind 29 Einzimmerwohnungen mit einer Größe von jeweils rund 29 Quadratmetern. Diese werden über den Eigenbetrieb der Gemeinde gezielt an Ruster Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren vermietet. Die seniorengerechten Einheiten verfügen über einen kombinierten Wohn-, Ess- und Schlafbereich mit integrierter Einbauküche sowie ein separates Badezimmer. Die verbleibenden Wohneinheiten des Komplexes stehen den Mitarbeitenden des Europa-Parks zur Verfügung.
Sandra Boser MdL lobte das innovative Konzept für generationenübergreifenden und bezahlbaren Wohnraum und bedankte sich abschließend für den konstruktiven Austausch.
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Bild (v.l.n.r.): Bürgermeister Dr. Kai-Achim Klare, Sandra Boser MdL, Lukas Scheub
© Büro Sandra Boser MdL
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