Antrag: Käfersberg Lärmschutz, Vordach

Stefan Böhm                                                                                             13.9.15

Frau Oberbürgermeisterin
Edith Schreiner

Käfersberg Lärmschutz, Vordach
Bezug: Unser lebhafter Briefwechsel Sommer 2015

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

mit Schreiben vom 5.6.15 habe ich Sie für das Schullandheim Käfersberg um zwei Verbesserungsmaßnahmen gebeten: erstens ein Vordach, damit die Kinder ihre verdreckten Sachen außerhalb des Hauses wechseln können, und zweitens einen verbesserten Schallschutz im Aufenthaltsraum, um die starke Belastung der Kinder und Lehrkräfte durch Geräuschpegel und ungünstigen Nachhall zu beseitigen.

Um diese Verbesserungen habe ich aus eigener Betroffenheit und auf dem Hintergrund meines langjährigen Käfersberg-Engagements gebeten. Zahlreiche Schulleitungen und Lehrkräfte haben mich in diesen Anliegen bestätigt.

In Ihrer ersten Antwort vom 18.6. haben Sie die Verbesserungsvorschläge abgelehnt.

Ich glaube aber an das Gute im Menschen und hoffe stets, dass sich das Richtige in der Welt durchsetzt.

Mit Schreiben vom 12.7. habe ich mein Anliegen erneut dargelegt. Dabei habe ich ausgeführt:

Viele Kolleg/innen beklagen in Käfersberg den starken Nachhall von Geräuschen und die unangenehmen Auswirkungen auf das Gehör, aber auch auf die Gruppenatmosphäre und auf die Interaktionen der Kinder untereinander und zwischen Kindern und Lehrkräften. Ich habe bei einer Grundschulklasse mit 17 Kindern beim Mittagessen einen Lärmpegel zwischen 75 und 85 db gemessen; dies entspricht z.B. starkem Straßenlärm. In der Industrie ist ab 85 db Gehörschutz vorgeschrieben.

In der Handreichung der rheinlandpfälzischen Landesregierung zum Lärmschutz in Schulen heißt es:

Wichtigste Maßnahme zur Anpassung der raumakustischen Verhältnisse ist die Regulierung des Nachhalls. Nachhall verringert nicht nur die Kommunikationsfähigkeit auf Grund „schlechter Akustik“. Er ist darüber hinaus die maßgebliche Ursache für die Entstehung von übermäßigem Lärm.  In halligen Räumen ist der diffuse Störpegel des Nachhalls so hoch, dass nicht nur Lehrer durch lauteres Sprechen die Situation zu verbessern suchen, sondern auch die Kinder ein wesentlich lauteres Verhalten zeigen. Diese Rückkoppelung des Nachhalls auf das eigene „akustische“ Verhalten erhöht den Lärmpegel und verschlechtert die Situation.

In der Zwischenzeit haben Sie selbst Käfersberg besucht und mir in Ihrer zweiten Antwort vom 4.8. in der Beurteilung der ungünstigen Raumakustik Recht gegeben. Erfreulicherweise sichern Sie nun zu, eine Sanierung prüfen zu lassen und gegebenenfalls einen Verbesserungsvorschlag in den nächsten Doppelhaushalt aufzunehmen. Das finde ich schön. Kinder, Lehrkräfte und eine entspannte Käfersbergpädagogik zu Essenszeiten, bei Morgenrunden und an Regentagen werden es Ihnen danken.

Bezüglich Vordach kann ich Ihnen nicht versichern, dauerhaft von diesem Anliegen Abstand zu nehmen. Aber da schaun mer mal, wie Franz Beckenbauer zu sagen pflegt.

Mit freundlichem Gruß,

Stefan Böhm.

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