Der im Amt bestätigte Vorstand des Ortsverbands Kehl von Bündnis 90/Die Grünen, von links nach rechts: Andreas Fröhlich, Nicole Stirnberg, Günter Klasen

Jahreshauptversammlung 2021 des OV Kehl

Pressemitteilung: Kehler Grüne zwischen Kontinuität und Wandel – Der Ortsverband der Grünen bestätigt seinen Vorstand im Amt und kann zahlreiche Neueintritte verzeichnen.

Am vergangenen Montag, 8. November kam der Ortsverband Kehl von Bündnis 90/Die Grünen zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Sonne“ in Neumühl zusammen und hielt turnusgemäß Vorstandswahlen ab. Die Vorsitzenden Nicole Stirnberg und Dr. Andreas Fröhlich, die 2019 neu als Doppelspitze gewählt worden waren, wurden für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt, ebenso der langjährige Kassierer Günter Klasen. In ihren Rechenschaftsberichten blickten sie auf zwei vor allem durch den Landtags- und Bundestagswahlkampf und die Corona-Pandemie geprägten Jahre zurück. „Mit der Oberbürgermeisterwahl steht uns noch ein dritter, aber eher halber Wahlkampf bevor. Aller Voraussicht nach werden wir nicht mit einer eigenen Kandidatur ins Rennen gehen“, so Stirnberg. „Spätestens dann, wenn das neue Stadtoberhaupt feststeht, wollen wir uns verstärkt der inhaltlichen Arbeit widmen. In den letzten zwei Jahren war das leider nur eingeschränkt möglich.“

Ihr Co-Vorsitzender Fröhlich wies darauf hin, dass die monatlichen Mitgliederversammlungen auch während der Lockdowns kontinuierlich stattfinden konnten: „11 Versammlungen haben wir online durchgeführt und 11 in Präsenz. Die letzten waren hybrid, sodass sich die Mitglieder auch digital zur Sitzung dazuschalten können. Das wollen wir so auch weiter handhaben.“ Der Vorstand möchte dadurch unter anderem Eltern kleinerer Kinder ermöglichen, von zu Hause aus an den Versammlungen teilzunehmen.

Die Vorsitzenden berichteten auch von der sehr positiven Entwicklung der Mitgliederzahlen. „Stand heute umfasst der Ortsverband Kehl 60 Personen und damit ungefähr 20 mehr als vor zwei Jahren,“ freute sich Nicole Stirnberg. „Inwieweit das unser Verdienst ist, ist natürlich die Frage. Wir schwimmen hier sicher auch zu einem großen Teil auf der allgemeinen grünen Welle mit.“ Domenic Preukschas, der Kreisvorsitzende der Ortenauer Grünen, sprach dem Vorstand ein großes Lob aus: „Nirgendwo funktioniert die Organisation so gut wie in Kehl, beispielsweise musste trotz Corona keine der monatlichen Mitgliederversammlungen ausfallen. Das ist bestimmt auch ein Grund für den 50-prozentigen Zuwachs.“

Nicht zufrieden zeigte sich Nicole Stirnberg allerdings mit der Geschlechterbilanz. Vor allem durch die Eintritte von vielen Schülern, aber nur wenigen Schülerinnen sei diese in den letzten Monaten in Schieflage geraten – mit etwas mehr als einem Drittel Frauen sei man aktuell leider weit von Parität entfernt. Unter anderem zur Frauenförderung schlugen die Vorsitzenden deshalb vor, den Vorstand baldmöglichst um den Posten einer Beisitzerin zu erweitern – gerne aus dem Kreis der jungen Neumitglieder, damit auch diese Generation im Vorstand vertreten sei. „Das soll ein Signal insbesondere an die jungen Mitglieder sein, dass wir sie in Entscheidungen einbinden wollen. Natürlich kann sich aber unabhängig davon jedes Mitglied jederzeit mit Vorschlägen einbringen“, erläuterte Andreas Fröhlich.

Für die nächste Ortsverbandssitzung im Dezember steht die Halbzeitbilanz der grünen Gemeinderatsfraktion sowie ein Besuch des Kehler Oberbürgermeister-Kandidaten Wolfram Britz auf der Tagesordnung. Außerdem ist dieses Jahr noch ein Treffen zu den Ampel-Koalitionsverhandlungen geplant. Für die nächsten beiden Jahre plant der Vorstand einige Aktivitäten, bei der das gegenseitige Kennenlernen der neuen und alten Mitglieder oder Wissensgewinn im Vordergrund stehen sollen, zum Beispiel Besichtigungen von interessanten Betrieben oder Einrichtungen in Kehl und Umgebung. Thematisiert wurde auch die Zusammenarbeit mit den Straßburger Grünen und die rheinüberschreitenden Arbeitstreffen.

Die große Feier zum 40-jährigen Bestehen des Ortsverbands, die im Sommer 2020 stattfinden sollte, war den Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallen. „Wir mussten das genaue Gründungsdatum erst im Kehler Archiv recherchieren. Als wir dann herausgefunden hatten, dass es der 12. Februar 1980 war und anfingen detailliert zu planen, kam Corona“, bedauerte Nicole Stirnberg. Nun soll es später eine kleinere und anders ausgerichtete Veranstaltung geben.

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