Der Gifizsee soll laut der Vorlage des Planungssausschusses „erlebbar“ gemacht werden. Es soll ein attraktiver Seepark entstehen, in dem zum Beispiel Uferterrassen und befestigte Seezugängen angelegt werden, Schwimmstege den Zugang erleichtern und das Gelände der Halbinsel mit Erdbewegungen modelliert wird um mehr Gäste anzuziehen.
Bei den Planungen sollten wir nicht vergessen, dass 2007 wegen Blaualgen ein Badeverbot ausgesprochen werden musste. Das umfangreiche Boos-Gutachten hat als wichtigste Maßnahme zur Rettung der Wasserqualität die Reduzierung der Badegäste empfohlen. Auslichtung des Uferbewuchses und Tiefenwasserableitung wurden durchgeführt. Wir hatten Glück, dass die letzten Sommer nicht so heiß waren, aber gerettet ist der See noch nicht.
Die jetzt von den Landschaftsarchitekten vorgeschlagenen Maßnahmen wie Röhrichtzonen oder ein Phosphatfilterbecken tauchen im Gutachten nicht auf.
Ich bin skeptisch und halte eine sanfte Entwicklung des für mich auch jetzt schon erlebbaren Gifizareals für notwendig. Es ist gut, dass BürgerInnen am Konzept beteiligt werden und vielleicht auch landschaftsarchitektonische Träume erden.
Das schlimmste wäre ein attraktiver Seepark am Gifiz mit Badeverbot.
Uta-Maria Klingenberger
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