„Weiteres Hilfsprogramm und ein Konjunkturprogramm sind auf dem Weg“ – Sandra Boser zu Besuch beim Sportgeschäft Sandhas in Haslach

Pressemitteilung

„Weiteres Hilfsprogramm und ein Konjunkturprogramm sind auf dem Weg“ – Sandra Boser zu Besuch beim Sportgeschäft Sandhas in Haslach

(Haslach) Am Montag, den 18. Mai 2020, besuchte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sandra Boser, das Sportgeschäft Sandhas in Haslach, um sich bei einem Gespräch mit Geschäftsführer Daniel Kienzler und dem Geschäftsführer des Handels- und Gewerbevereins (HGH) Haslach, Martin Schwendemann über die aktuelle Situation im Einzelhandel sowie über die Maßnahmen und Auswirkungen der Corona Krise zu informieren.

Die Gesprächsrunde eröffnete Daniel Kienzler mit der Maskenpflicht. „Ein bis zwei Tage vor Einführung der Maskenpflicht kauften vermehrt die Leute bei uns noch ein“, erzählte Kienzler. Er berichtete der Landtagsabgeordneten Sandra Boser, dass mit der Einführung der Maskenpflicht, die Kundenanzahl stark zurückgegangen sei. „Mich trifft es hart“, so Kienzler weiter, „der Verkauf von Laufschuhen und Fahrradbekleidung hält uns derzeit über Wasser.“ Die Landtagsabgeordnete Boser erklärte, dass die Öffnungen nur mit Schutzmaßnahmen umsetzbar sind, so wie dies in anderen Ländern bereits der Fall war. Noch ist über das Virus zu wenig bekannt. Zuletzt wurde herausgefunden, dass es vor allem auch über das Sprechen übertragen wird. Sandra Boser bittet daher für Verständnis für diese Schutzmaßnahme. „Das Verständnis für die Masken ist bei den Kunden da“, sagte Kienzler. Martin Schwendemann ergänzte, dass man heute nicht nur aus dem Bedarf heraus kaufe, sondern auch aus Stimmung, die momentan fehle.

Nicht nur die Maskenpflicht trage zur fehlender Kauflust bei, sondern Sandra Boser nannte auch die Kurzarbeit, die zu weniger Kaufbereitschaft führe. „Mit Glück“, so schätzt Schwendemann die Lage im Einzelhandel ein, „werden die Einzelhändler am Jahresende 50 % ihres Jahresumsatzes erwirtschaftet haben.“

Sandra Boser informierte die beiden darüber, dass ein weiteres Hilfsprogramm für den Klein- und Mittelstand auf dem Weg sei. „Wir wissen, dass die Öffnungen im Einzelhandel und in der Gastronomie nicht den Umsatz wiederherstellen, wie normalerweise, zudem gibt es Bereiche wie Veranstalter oder Fitnessstudios, die nach wie vor noch durch die Krise stark eingeschränkt sind. Es muss daher nochmals ein Hilfspaket kommen und wir brauchen in der Folge Konjunkturanreize“, äußerte sich Boser.

Kienzler lobte, dass das erste Soforthilfepaket schnell ankam, jedoch für Selbstständige, die neben den Miet- auch hohe Krankenversicherungskosten haben, nicht ausreiche. Dem fügte Boser hinzu, dass Baden-Württemberg das einzige Bundesland sei, das ein Existenzminimum von 1.180, – Euro anrechne.

Im weiteren Gesprächsverlauf machte Schwendemann auf die schwierige Situation derer aufmerksam, die bisher noch nicht öffnen durften, wie beispielsweise Kinos, Theater, Fitnessstudios. Gerade bei diesen seien die Hygiene- und Abstandsregeln gut umsetzbar. „Die Kinos haben vom Bund und Land ein Sonderprogramm an Soforthilfe erhalten“, erklärte Boser. Das Wissenschaftsministerium hat inzwischen einen Öffnungsplan für den Bereich Kunst und Kultur erarbeitet, so dass für eine schrittweise Wiedereröffnung der Kinos der 1. Juni vorgesehen sei. Dieses Datum solle auch für weitere Kulturveranstaltungen gelten.

„Man sieht, dass es nach vorne geht“, sagte Kienzler. Dem stimmten auch Boser und Schwendemann zu. „Die Wirte bringen Leben in die Stadt und werden die Stimmung wieder heben. Wer jetzt kauft, unterstützt den Handel vor Ort“, äußerte sich der HGH-Geschäftsführer Martin Schwendemann. Kienzler und Schwendemann waren sich dahingehend einig, dass man mehr Frequenz brauche, jedoch zu viel auch nicht gut wäre.

Abschließend hob Sandra Boser nochmal hervor, dass die Maske zum Schutz der Menschen sei und keine Bevormundung darstellen solle. Sandra Boser ist froh darüber, dass in Deutschland eine hohe Akzeptanz von rund 80 % für die Maßnahmen bestehe. „Es geht uns um die Gesundheit und, dass wir damit einen zweiten Lockdown verhindern“, betonte Boser.

Copyright Bild: Wahlkreisbüro Sandra Boser

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