Offenblatt: Grenzen des Wachstums

Als Studentin war eine meiner ersten Betriebsbesichtigungen bei Hansgrohe. Ich war beeindruckt von der Unternehmensphilosophie, hatte noch nie zuvor so eine große Solaranlage gesehen, geschweige denn einen Solarturm. Hansgrohe ist mir sympathisch, ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und Gewerbesteuerzahler für Offenburg.

Und es ist gut, dass Hansgrohe wirtschaftlich hervorragend da steht. In unserem wirtschaftlich geprägten Denken heißt dies automatisch Wachstum.

Und jetzt sollen wir dieses Wachstum eines Weltunternehmens erschweren oder gar verhindern?

Ja, wir müssen das Wachstum in einen extra dafür angelegten Grüngürtel hinein begrenzen. Und das ist keine Entscheidung, die mir leicht gefallen. Ich war beim Meinungsforum, habe Hansgrohe noch mal besichtigt und wir haben intensiv in der Fraktion diskutiert. Am Ende geht es um die Abwägung zwischen einer in Geld und auch Arbeitskräften messbaren Erweiterung und dem nicht messbaren Erhalt von Natur, Erholungsfläche, Nachhaltigkeit und auch politischer Glaubwürdigkeit.

Meine Waagschale ist schlussendlich Richtung Ablehnung der Erweiterung ausgeschlagen.

Es tut mir leid, dass es ausgerechnet Hansgrohe trifft, aber das Wachstum hat für uns seine Grenzen, in diesem Fall am Elgersweirer Grüngürtel.

Uta-Maria Klingenberger

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