Grüner „Frühlingsstrauß“ – die Arbeit der Grünen im Gemeinderat

„Finger heben und am Monatsende 350€ kassieren.“ Diese Sicht auf das Tun der Gemeinderatsmitglieder ist nach Ansicht der Offenburger Grünen falsch. Neben der Prüfung und Diskussion von Sitzungsvorlagen steckten die Stadträte viel Mühe in die Erarbeitung eigener Initiativen. Wenn zum Beispiel Berthold Thoma (SPD) Tempo 30 für Teile der Moltkestraße oder Klaus Binkert (CDU) eine Busreduzierung in der Hauptstraße durchsetzen wollen, sei stets ein gehöriger Aufwand an Gesprächen, Recherchen und Vorortterminen notwendig.

Dies wollen die Grünen an einigen ihrer aktuellen Bemühungen aufzeigen, die sie „zu einem kleinen Frühlingsstrauß zusammengebunden“ haben.

Eine Hüttenbauaktion im Sommer lädt Kinder zur kreativen Gestaltung ihrer Lebensräume ein. Diese Idee von Stadtrat Stefan Böhm hat Martin Maldener (Jugendbüro) aufgegriffen. Startschuss und „Baufreigabe“ werden zügig, wie in Offenburg gewohnt, ab April erfolgen.

Die Eisbahn beim Weihnachtsmarkt möchte Norbert Großklaus erhalten, beantragt aber, die vielerorts inzwischen erfolgreich verwendete Kunststoffeisbahn für den Einsatz in Offenburg zu überprüfen, v.a. hinsichtlich Energieeinsparung.

Den Gesundheitsschutz als Strategisches Ziel der Stadt aufzunehmen, schlägt Karin Jacobsen in einem Schreiben an OB Schreiner vor: Sie nennt von Lärm bis hin zur Mobilfunkstrahlung vielfältige Risikofaktoren, denen gegenüber der Schutz von Lebensqualität als Strategisches Ziel festgeschrieben werden soll.

Mit dem „Schulbus zu Fuß“ plädieren die Grünen dafür, dass Grundschulkinder, wo möglich, gemeinsam, sicher und umweltfreundlich zu Fuß zur Schule kommen. Die städtischen Klimaschützerinnen haben sich für 2016 das gleiche Ziel gesetzt und nehmen die grünen Ideen in ihr Arbeitsprogramm auf.

Ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen auf Offenburger Gemarkung fordert erneut Martin Ockenfuß: „Wildtiere können im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden!“

Mit dem Antrag, die Anpflanzung des „Bienenbaums“ in Offenburg zu fördern, wollen die Grünen zum Schutz von Bienen und anderen Insekten beitragen. Der Bienenbaum ist mit seiner Blüte im Spätsommer eine von Imkern zunehmend geschätzte Futterpflanze.

Auch die Gestaltung des Spitalbergs als nachhaltig gepflegte Streuobstwiese soll der kommunalen Ökologie dienen. Gemeinsam mit Stadtrat Gerhard Schröder und der SPD wollen die Grünen an der Waldbachsenke ein öko-pädagogisches Vorzeigeprojekt schaffen.

In einem Offenen Brief an die City-Partner kritisiert Fraktionschef Ingo Eisenbeiß deren jüngst versandtes Schreiben an Geschäftsleute, die nicht Mitglied der Citypartner sind. In diesem Schreiben werden die Nichtmitglieder samt beigelegter Rechnung über 700€ zur Mitfinanzierung der verkaufsoffenen Sonntage gedrängt – obwohl sie sich zumeist gar nicht an dieser Aktion beteiligen.

Die Honorare der Dozentinnen in den Integrationskursen haben die Grünen im Januar als zu niedrig bemängelt. Jetzt setzen sie sich für strukturelle Verbesserungen im Entgeltgefüge der VHS-Lehrkräfte ein.

Arthur Jerger unterstützt tatkräftig den neuen Vorstand des Pony-Club in Hildboltsweier und engagiert sich für die Beleuchtung und Sanierung der verlängerten Königswaldstraße im Interesse der Verkehrssicherheit auf dem Weg zum Freizeitgelände am Stockfeld.

Als „kleines I-Tüpfele“ bezeichnet Stefan Böhm das neue „Sommerbänkle“ auf der Lindenhöhe, an einem der schönsten Aussichtsplätze Offenburgs (siehe Foto oben), dessen Aufstellung mit engagierten Anwohnern und „dank der rührigen TBO“ erreicht werden konnte.

Alle Anträge der Grünen sind in diesem Text verlinkt und als Komplettübersicht unter http://www.gruene-offenburg.de/category/antrag/ zu finden.

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